Pinsel und Chris holen mich vom Bahnhof ab. Wir fahren durch die grünen Hügel, kleinen Dörfer vorbei an Bilderbuch-Kuhweiden durchs Voralpenland. Bernbeuern, lang bin ich nicht mehr da gewesen.. Wir treten ein in die Käsküchen in den bunten Kreis aus alten Bekannten, Freunden, Pimpfen, Alten Säcken, neuen Gesichten. Von der ganzen Begrüßerei rutscht mir der Affe von der Schulter mit Mühe kann ich die Klampfe noch halten, Gedränge in der goßen Stube, wunderbar. Es ist nicht wie Heimkommen, aber es ist wie etwas Vertrautes wiederfinden. Nach dem ersten Hallo wird erstmal gegessen, danach spaziere ich durchs Haus, suche nach Bekanntem finde Hans und Sigrud, bestaune den Dachausbau, ratsche ein bischen im Treppenhaus.
Wieder in der Stube. Wir haben Kerzen angezündet, der Tee ist gebraut wir beginnen zu singen. Mir wird wieder bewusst welche Bereicherung dieser überbündische Kreis ist. Es gibt ihn schon eine ganze Zeit und, alle Treffen waren gemütlich, entspannend, im positivsten Sinn. Ab und zu wird das Singen unterbrochen um Gedichtvorträgen zu lauschen, auch hier ist der Bogen weit gespannt über hungrige Essensprüche vergangener Tage, alte abgetragene Lederhosen und kaltblütig mordende Könige.
Spät in der Nacht lichtet sich langsam die Stube. Einzelne bleiben zurück und beginnen mit ernsten Gesprächszirkeln, die denn Sinn in der Unsinnigkeit zu ergründen suchen.
Der Morgen graut und mit ihm die Pimpfe. An ein weiteres, süßes Dösen ist nicht mehr zu denken, aber die Küche versteht auch mit Ihren Reizen zu locken. Sigrud hat Kuchen in Klampfenform gebacken, und eifrig Eier gefärbt. Ach ja wir sind ja knapp an Ostern.
Mit vollen Backen stapfen wir vor die Tür zum Abschlusskreis. Schmunzelnd, wie immer, wird über die richtige Verabschiedungsformel nachgedacht, am besten alle zu gleich und dann kräftig den Kreis schließen. Es lohnt sich herzukommen, in die Käsküche und in unseren bunten Kreis.
Däumling, DPB Stamm Hohlenstein