Aufstiegshilfen
Boarden im Powder ist einfach genial, da gibt's wohl keine Diskussion,
nur vorher muss man erst mal rauf auf den Berg. Mit dem Lift fahren ist mir
zu langweilig, also bleibt eigentlich nur zu Fuss zu gehen. Allerdings gibt's
da einige deutlich verschieden anstrengende Methoden. Nach einigen Jahren
Rumprobieren, möchte ich nun doch mal meine Meinung zu dem ganzen
Blödsinn abgeben, der da so kursiert:
Schneeschuhe:
Haben den ganz gewaltigen Nachteil, dass es einfach saumässig anstrengend
ist, mit den Dingern auf einen Berg zu steigen und dabei auch noch ein Snowboard
zu tragen. Wer mal versucht hat, mehr als 1000 Höhenmeter damit zu
gehen, weiss von was ich rede. Nach zwei Wintern hatte ich es einfach satt,
immer der Bremser meiner Kumpels zu sein, die mit Schi Touren gehen, zumal
ich selber mit Schi nicht so ganz langsam war. Ausserdem demoliert man mit
Schneeschuhen fast immer die Aufstiegsspur, was eigentlich auch nicht sein
muss. Der einzige Vorteil der Dinger ist, das die meisten nicht allzu schwer
sind und man deshalb ein wenig besser Abfahren kann.
Ein ideales Anwendungsgebiet für Schneeschuhe ist für mich das
Variantenfahren, wenn man nur mal schnell noch ein paar hundert Meter
vom Lift auf den nächsten Buckel steigen will.
Kurzschi:
Schon besser, was die Anstrengung anbelangt, wenn die Spur fest genug ist,
dass man nicht wegen der geringen Auflagefläche einbricht. Mehr als 1m
Länge ist aber eigentlich nicht drin, weil's einfach beim Fahren zu sperrig
wird. Eine brauchbare Lösung für alle, die nicht selber basteln
wollen und unbedingt mit Softboots fahren wollen sind die von Rossignol.
Allerdings recht teuer.
Klappschi:
Eine gute Lösung für Touren, wo man wenig Gepäck dabei hat
ist ein ca. 1.5m langer in der Mitte teil- bzw. klappbarer
Schi. Von Pogo gibt's den ZigZag, der für mich aber wegen seines hohen
Preises nicht in Frage kam und von Climb den Aluschi, der mir von der Konstruktion
nicht so gefiel. Ausserdem schraub ich nun mal gern selber an so Zeug
und deshalb hab ich im Winter 2000/2001 mit recht gutem Erfolg angefangen
sowas
selber zu Bauen.
Der Nachteil ist wie bei allen obigen Varianten, dass ein Board auf dem
Rucksack kurz gesagt sowas wie ein Segel ist. Das Gewicht das Boards
hat mich allerdings nie wirklich gestört. Auf dem Weg runter
hat man dann die Schi am Buckel, was mich mit einem Tagestourenrucksack
nicht stört. Mit Krempel für ein paar Tage Winterraum wird's
dann aber schon ätzend.
2teilige Splitboards:
Zugegeben, ich bin erst eins gefahren. Das war zwar vom Fahrverhalten
halbwegs ok, aber ohne Bindung schon 4,8kg schwer - für mich ein
absolutes Killerkriterium. Man fühlt sich als hätte man Blei an
den Füssen. Wenn's eins gibt, dass bei akzeptablen Fahreigenschaften
unter 4kg kommt, wäre das eine echte Alternative. Sonst ist der
Aufstieg aber deutlich anstrengender als Schi. Es muss auch gesagt
werden, dass Splitboards nicht ganz billig sind. Für Leute,
die nicht allzuschnell und allzuweit gehen wollen sind die derzeitigen
Tourenboards eventuell eine brauchbare Lösung.
3teilige Splitboards:
Eigentlich die derzeit beste Idee. Wenig Gewicht an den Füssen beim
Aufstieg und kein Zusatzgewicht am Rucksack bei der Abfahrt. Es gibt im
moment nur einen Hersteller,
da die Idee patentiert ist. Früher wurden die Boards unter dem Label
Jester verkauft und hatten erhebliche Mängel. Vor allem waren sie zu
instabil. Darauf sind auch die immer noch kursierenden Stories
zurückzuführen, dass man bei 3-Teilern keine guten Fahreigenschaften
hinkriegt. Sowohl das neue T3 als auch diverse Eigenbauten von
Erstespur.de-Mitgliedern zeigen das
Gegenteil. Fuer den Preis des T3 gilt dasselbe wie für 2-Teiler.
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Handhacked by
Franz Parzefall 25.01.2005